Übergabe: Kosten und Nutzen

Die Übergabe hat – wie eine Bauabnahme – weitreichende rechtliche Folgen, obwohl sie meistens unspektakulär abläuft.

Die Übergabe wird meist mit einem kurzen Protokoll dokumentiert und vom Käufer und Bauleiter unterschrieben.

Zur Bauabnahme kontrolliert der Sachverständige die letzten Arbeiten und überprüft die Beseitigung der Mängel, die bei früheren Begehungen festgestellt wurden.

Er gibt Hinweise zur Nutzung und er weist auch darauf hin, welche Unterlagen der Generalunternehmer gegebenenfalls bezüglich Wartung und Instandhaltung des Objektes noch aushändigen muss.

Kosten und Nutzen

Sachverständige berechnen Ihre Aufwendungen üblicherweise nach Zeitaufwand zu den vereinbarten Stundensätzen. Erfahrungsgemäß liegen die Kosten im Durchschnitt bei etwa ein bis drei Prozent der Anschaffungskosten (Grundstück und Bauleistung).

Die tägliche Arbeit der Bausachverständigen vor Gericht zeigt, dass man selbst kleine und mittlere Bauvorhaben nicht „sich selbst überlassen“ darf, will man nicht endlosen Ärger mit Mängeln sowie nervenaufreibende und teure Bauprozesse provozieren.

In Zeiten der Bauträger- und Generalunternehmerverträge und der immer komplexeren technologischen Anforderungen bewährt sich die baubegleitende Qualitätssicherung mit einem Bausachverständigen.

Betriebswirtschaftlich bietet eine Baubegleitung aber auch für den ausführenden Unternehmer große Vorteile: Denn bei frühzeitiger Beseitigung der beanstandeten Mängel entfällt der Grund für einen Rückhalt der Zahlungen.